Pferdeausbildung

Unser Pferd war bei verschiedenen Ausbildern und da ist leider einiges schief gelaufen. Ich habe diesen Menschen vertraut und es gab immer gute Argumente seitens des jeweiligen Trainers, warum er/sie so mit unserem Pferd umgegangen ist. Heute weiß ich, vieles war falsch daran, wie die Pferdeausbildung ablief. Es ging meist um Dominanz und das mein Pferd angeblich nicht spurt und sich widersetzt.

Durch die Arbeit bei und mit Sabine wurde schnell klar, mein Pferd Linda war einfach überfordert. In den vorangegangenen Trainings hat sich keiner darum geschert, ob es versteht was es tun soll. Es wurde von vorn herein angenommen, es will einfach nicht. Lindas Widerspenstigkeit machte mir Angst und der Umgang mit ihr wurde immer schwieriger – ein richtiger Teufelskreis.

Bei Sabine starteten wir mit der Pferde Ausbildung praktisch bei Null. Zunächst sollte Linda einfach nur geführt werden und auf die Signale der Leine und der Gerte reagieren. In kleinen Schritten, mit viel Geduld, lernte Linda auf minimale Signale zu hören. Damit sie mehr Selbstvertrauen bekam, wurde sie viel gelobt. Das Wichtigste war, dass Linda ihren Körper besser spüren lernte. Durch das Abstreifen und die Arbeit mit den Körperbandagen wurde ihr Körpergefühl immer besser und sie lernte in schwierigen Situationen auf mich zu hören und sich langsam an Ungewohntes heran zu tasten.

Das funktionierte wunderbar! Ich verstehe mein Pferd viel besser und kann ihre Gedanken und ihr Verhalten wesentlich besser lesen und auf sie eingehen. Währende der Pferde Ausbildung stellte Sabine immer wieder die Frage nach dem „Warum?“. Diese Frage „Warum tut das mein Pferd“ war essentiell. Es ermöglichte mir zu erforschen, was mein Pferd braucht um mich zu verstehen. Ist es doch meine Aufgabe als Mensch einen Weg zu finden, das mein Pferd begreifen kann was ich von ihm möchte?

Die Beziehung zu meinem Pferd hat sich komplett verändert. Linda ist richtig cool geworden, kann jetzt mit Halsring geritten werden und reagiert offen und interessiert auf alles was ich mit ihr mache. Die Zeit als sie sich mit ihrem Körper auseinander setzte war schwer für sie. Das hat sie schnell verunsichert und wir arbeiteten nur in ganz kleinen Einheiten, manchmal nur 5 min. Die Geduld hat sich gelohnt, wir haben eine Beziehungsebene gefunden die für uns beide einfach nur schön ist.